Andacht Gemeindebrief Juni bis August 2020

„Auf diese Steine können Sie bauen.“

 

So wollte ich die Konfirmationspredigt beginnen.

Auf diese Steinen könnt ihr Konfirmanden bauen: Dann hätte ich die Sprüche, die die Konfirmanden sich ausgesucht haben, ausgelegt. Stattdessen war an den beiden Konfirmationstagen die Kirche nur offen für ein stilles Gebet. Auf welche Steine bauen wir Christen? Vielleicht begleitet sie ihr Konfirmationsspruch. Bei mir ist dies so: Herr, wohin sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens; und wir haben geglaubt und erkannt: Du bist der Heilige Gottes. Johannes 6, 68+69

„Herr, wohin sollen wir gehen?“ So antwortet Simon Petrus auf die Frage von Jesus, ob der enge Kreis der 12 Jünger ihn kurz vor der Gefangennahme auch verlassen will. Doch sie bleiben bei Jesus. Petrus bekennt weiter: „Du hast Worte des ewigen Lebens.“ Ich glaube, dass der Weg Gottes mit uns Menschen weiter geht und nicht am Grab endet. Immer wieder wird uns in der Bibel das ewige Leben zugesagt. „Wir haben geglaubt und erkannt: Du bist der Heilige Gottes.“ Simon Petrus glaubt an Jesus Christus. Er weiß, dies ist der Messias, der Sohn Gottes.

Bei Luther steht der etwas altertümliche Begriff „der Heilige Gottes“. Und in der „Guten Nachricht“ steht „Wir glauben und wissen, dass du der bist, in dem Gott uns begegnet.“

Am Osterfest haben wir die Auferstehung von Jesus Christus gefeiert. Doch auch an diesem Tag war es still in der Kirche. Ich habe den Ausnahmezustand auch hier gespürt. Ich war allein in der Kirche und habe den Osterpsalm gebetet: „Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, ist zum Eckstein geworden. Das ist vom HERRN geschehen und ist ein Wunder vor unseren Augen.“ Psalm 118.

Jesus Christus, der Sohn Gottes, ist ein Stein, auf den wir bauen können!

Seien Sie behütet in diesen Wochen und möge der Segen unseres Gottes Sie begleiten.

Ihre Ulrike Thiele

 

Gedanken zum Himmelfahrtstag 2020 zu Lukas 24, 50-53

Er führte sie aber hinaus bis nach Betanien und hob die Hände auf und segnete sie.

Und es geschah, als er sie segnete, schied er von ihnen und fuhr auf gen Himmel.

Sie aber beteten ihn an und kehrten zurück nach Jerusalem mit großer Freude und waren allezeit im Tempel und priesen Gott.

 

„Ich bin dann mal wieder weg.“, hätte Jesus auch salopp zu seinen Jüngern sagen können, als es für ihn zurück zu seinem Vater in den Himmel ging. Es war noch nicht lange her, dass seine Jünger, seine Freunde und seine Familie Jesus verloren. Ein für alle Mal, so schien es. Jesus starb am Kreuz. Er war weg. Niemand, nicht ein einziger Mensch rechnete damit, dass er von den Toten auferstehen würde. Alles schien am Ende zu sein. Alle verkrochen sich aus Angst oder Traurigkeit in ihre Unterschlüpfe. Nicht in Worte zu fassen war die Freude, die erst Schritt für Schritt begriffen wurde, als Jesus wieder da war. Er lebt. Er ist auferstanden. Und dann 40 Tage später endet die heile Welt.

 

„Ich bin dann mal wieder weg!“, hätte es genau getroffen. Eigentlich nachvollziehbar, dass Jesus wieder zurück zum Vater geht, oder wie sehen sie, wie siehst du das? Jesu Auftrag wurde erfüllt. Zu 100%. Alles erledigt, alles vollbracht. Jetzt sind die Jünger dran. All die Menschen, die auf Jesus vertrauen, an ihn glauben. Dieses Mal allerdings mit dem Versprechen, dass Jesus bei ihnen ist bis an der Welt Ende. Dieses Mal vertrauen sie seinen Worten. Dass er nach drei Tagen von den Toten aufersteht, hatte keiner geglaubt.

Bei Jesu Himmelfahrt gab es keine Zweifel mehr an Jesu Worte. Dieses Mal vertrauen alle, die an ihn glaubten, dass wahr ist und wahr wird, was Jesus sagt und verspricht. Deswegen dieses Mal keine Angst, keine Trauer. Mit großer Freude und Dank, Lob und Preis im Herzen ging es in den Tempel nach Jerusalem. Jesus war ja bei ihnen. Nicht mehr körperlich, sondern im Geist. Wieso also traurig sein?

 

Was wir uns am Himmelfahrtstag noch einmal klar machen können: Jesu Worten können wir trauen, selbst, wenn es unmöglich, unwahrscheinlich scheint. Was den Jüngern Karfreitag nicht möglich war, war Himmelfahrt völlig selbstverständlich. Auf Jesu Worte vertrauen lohnt sich. Es bringt ihnen und dir Freude.

 

Pastor Marc Gommlich (Elia-Kirchengemeinde, Langenhagen)

 

Andacht für kirchliche Mitarbeiter

Andacht (Verfasser unbekannt)

In einem Abteil des ICE von Hannover nach Frankfurt sitzen eine Mitarbeiterin der Kinderkirche und ein Manager. Er liest den Wirtschaftsteil der FAZ, sie blättert in den Vorbereitungsunterlagen für den nächsten Samstag. Ihr erster Impuls ist, die Unterlagen so zu halten, dass er nicht sieht, dass sie von der Kirche. Am besten überhaupt ein Gespräch vermeiden. Ab Göttingen geht der Plan schief. Der Manager faltet seine Zeitung sorgfältig zusammen, begann mit harmloser Konversation und war schnell bei seinem Beruf, offensichtlich seinem Lieblingsthema. Seine Firma stellte Verpackungen für Zahnpastatuben her und er hatte gerade ein neues Beschäftigungsmodell entwickelt, das dem Standort Deutschland völlig neue Impulse geben würde.

Die Frau war beeindruckt, wie ein Mensch so von der Bedeutung seiner Tätigkeit überzeugt sein konnte und ganz für eine Sache leben konnte. In diesem Moment aber kam die Frage, die sie die ganze Zeit gefürchtet hatte: „Und was machen Sie so?“

Da kam der Heilige Geist über die Frau. Sie setzte sich kerzengerade hin und lächelte: „Ist ja interessant“, sagte sie, „ich glaube, wir haben ganz ähnliche Geschäftsinteressen. Wir haben gerade auch ein völlig neues Konzept für den Standort Deutschland entwickelt. Allerdings arbeiten wir weniger mit Verpackungen und mehr mit Inhalten. Wir wenden theologische Basisprinzipien an, um eine positive Modifikation der Persönlichkeit unserer Klienten herbeizuführen.“

Er hatte keine Ahnung wovon sie redete, hätte das aber nie zugegeben. „Äh, irgendwie habe ich schon einmal davon gehört“, meinte er. „haben Sie ein Büro in Frankfurt?“

„Oh, wir haben mindestens eins in der Stadt und sind in allen größeren Dörfern vertreten. Von Alaska bis Zagreb. Wissen Sie: Die neuen Märkte sind für uns alte Hüte:“

Ihm fiel die Kinnlade runter. Man sah richtig, wie er sein Gehirn durchstöberte, um diese große Firma zu identifizieren, über die er sicher schon mal in der FAZ gelesen hatte.

„Tatsächlich arbeiten wir“, fuhr die Frau fort, „auf internationaler Ebene. Unsere Führungsebene plant, bis zum Ende der Geschäftsperiode mindestens ein Standbein in jedem Land der Welt zu haben.“ Sie legte eine Kunstpause ein. „Haben Sie auch so etwas vor?“

„Äh, nein, noch nicht“, stammelte er. „Aber Sie haben ihre Führungsebene erwähnt. Wie machen die das?“

„Es ist ein Familienunternehmen. S gibt einen Vater, einen Sohn und einen …, ja, einen guten Geist. Nun ja, die drei halten alles am Laufen.“

„Es muss ein Haufen Kapital im Spiel sein“, sinnierte er.

„Meinen Sie Geld?“, fragte die Frau, „ja, das nehme ich auch an. Niemand weiß genau, wie viel, aber wir machen uns auch unsere Gedanken darüber. Der Chef schient immer genug zu haben.“

„Und die Mitarbeiter?“, fragte der Mann.

„Oh, die sollten Sie mal sehen. Sie haben einen ganz besonderen Geist, der das Unternehmen prägt. Es läuft ungefähr so: Der Vater und der Sohn gehen so liebevoll miteinander um, dass die Liebe sich auf die Mitarbeiter überträgt und sie sich untereinander auch lieben. Ich weiß, es klingt altmodisch, aber ich kenne Menschen bei uns, die wären bereit, füreinander zu sterben. Wie ist das bei Ihnen?“

„Noch nicht so weit“, sagte der Mann und änderte seine Strategie: „Sie haben sicher gute Vergünstigungen?“

„Allerdings“, strahlte die Frau, „ich habe eine Überlebensversicherung, Alters- und Todesvorsorge, alles auf Kosten des Chefs. Und das Beste: Er hat für mich ein großzügiges Appartement in einer riesigen, tollen Wohnanlage reserviert, da kann ich einziehen, wenn ich mit der Arbeit hier fertig bin.“

„Äh“, sagte er verwirrt, „wissen Sie, eins beschäftigt mich noch. Ich lese viel, und wenn Ihr Unternehmen wirklich so ist, wie Sie es beschreiben, warum habe ich dann noch nie davon gehört?“

„Eine gute Frage“, sagte sie. „Eventuell lesen Sie die falsche Zeitung. Immerhin blicken wir auf eine 2000 Jahre alte Tradition zurück. Aber vielleicht möchten Sie sich uns anschließen? Wir bieten ein Orientierungsseminar an für Menschen wie Sie. Menschen, die Weiterkommen wollen.“

„Weiterkommen, ja“, warf der Mann ein. „Aber wohin?“

„Oh“, sagte die Frau, „genau auf diese Frage haben wir uns spezialisiert.“ Sie zog einen Gemeindebrief aus ihrer Mappe, legte ihn auf ihren Platz und verschwand in Richtung Speisewagen.

Andacht zu Ostern

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen

 

Liebe Gemeindemitglieder,

Du bist bei mir, Gott, du beschützt und behütest mich.

Darum habe ich keine Angst im gewaltigen Sturm,

bei Blitz und Donner. Die Erde zittert, Berge fallen ins Meer.

Da sind Wellen, höher als ein Haus. Aber ich habe keine Angst.

Denn Du bist bei mir, Gott, mein Schutz und mein Retter.

nach Psalm 46, aus „Psalmen für Kinder“

 

diesen Psalm habe ich für die Kinder in unserer Kita herausgesucht. Gott wird sie und uns auch in dieser Zeit des Ausnahmezustandes beschützen. Wir spüren, dass wir zurzeit nicht so leben wie wir es gewohnt sind. Die Erde zittert, heißt es in Psalm 46. Überall auf der ganzen Welt haben die Menschen jetzt nur wenig Kontakt mit ihren Mitmenschen und alles ist anders geworden.

Und wir feiern in diesem Jahr das Osterfest ganz anders. Ohne gemeinsames Abendmahl am Gründonnerstag, die Gottesdienste am Karfreitag und Ostern. Hoffentlich müssen wir nie wieder unsere Kirchen schließen. Es wird ein Osterfest sein, an dass wir uns immer erinnern werden. Doch trotz dieser Umstände spüre ich bei mir die Osterfreude:

„Der Herr ist auferstanden! Er ist wahrhaftig auferstanden! Halleluja, Halleluja!“

Lassen Sie uns diese Freude Zuhause feiern. Ich wünsche Ihnen und Ihrer Familie ein gesegnetes Osterfest und bleiben Sie gut behütet!

Herzliche Grüße

Ihre Ulrike Thiele

 

 

Ich lese den Predigttext und freue mich! Ja – das ist für mich Ostern: Jesus Christus, der auferstanden ist von den Toten.

8 Halt im Gedächtnis Jesus Christus, der auferstanden ist von den Toten, aus dem Geschlecht Davids, nach meinem Evangelium, 9 für welches ich leide bis dahin, dass ich gebunden bin wie ein Übeltäter; aber Gottes Wort ist nicht gebunden. 10 Darum dulde ich alles um der Auserwählten willen, damit auch sie die Seligkeit erlangen in Christus Jesus mit ewiger Herrlichkeit. 11 Das ist gewisslich wahr: Sterben wir mit, so werden wir mit leben; 12 dulden wir, so werden wir mit herrschen; verleugnen wir, so wird er uns auch verleugnen; 13 sind wir untreu, so bleibt er doch treu; denn er kann sich selbst nicht verleugnen.  2. Brief des Paulus an Timotheus Kapitel 2, 8-13, Predigttext der Osternacht 2020

Es tut gut, nach diesen stillen Tagen, die ich in diesem Jahr noch stiller empfunden habe, die Osterbotschaft zu hören. Es ist Balsam für meine Seele. Jesus lebt!

Er ist für uns gestorben und am dritten Tage auferstanden von den Toten. Seine Jünger und viele Menschen haben ihn gesehen, mit ihm gesprochen und dann das Unglaubliche weitererzählt: Er ist nicht mehr bei den Toten, er ist unter uns und wird zum Vater im Himmel weitergehen. Durch seine Auferstehung hat Jesus Christus dem Tod die Macht genommen. Jesus lebt!

Und auch wir werden leben. Das ist gewisslich wahr:

Sterben wir mit, so werden wir mit leben, schreibt Paulus an Timotheus. Und damit haben wir die Zusage auf das Ewige Leben bekommen. Der Balsam für unsere Seele.

Und diesen Balsam brauche ich manchmal: Da ist jemand gestorben, den ich kenne. Schreibe ich eine Karte? Gehe ich

zur Beerdigung? Geht es mir nah und es kommen bei mir die Tränen? Und bei einem Trauerfall in der Familie haben wir immer ein Osterlied gesungen: Lasst uns lobsingen vor unserem Gott, der uns erlöst hat vorm ewigen Tod. Evangelisches Gesangbuch Nr. 116

Ich habe die Hoffnung und das Vertrauen, dass mit dem Tod nicht alles vorbei ist. Und so spreche ich im Glaubensbekenntnis: Ich glaube an die Auferstehung der Toten und das ewige Leben. Ja, ich kann dies glauben. Auch wenn da Fragen bleiben, die niemand abschließend beantworten kann. Doch weiß ich unsere Verstorbenen geborgen bei Gott.

Es ist Balsam für die Seele, dass wir zu einem Leben berufen sind, dass uns auch vom Tode nicht genommen werden kann.

Ein Leben mit Lebensabschnitten, die so ganz unterschiedlich geprägt waren und sein werden und auch unser Glaube mit den unterschiedlichen Phasen. Sind wir untreu, so bleibt er doch treu; denn er kann sich selbst nicht verleugnen, so schließt der Predigttext. Ja – er ist uns treu.

Im Gebet, mit dem Wort der Bibel, mit Liedern, die Erinnerungen wachrufen, durch die Menschen, die er uns schenkt und so vieles mehr, was ich manchmal nicht in Worte fassen kann. Denn

„Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, ist zum Eckstein geworden. 23 Das ist vom HERRN geschehen und ist ein Wunder vor unseren Augen.  24 Dies ist der Tag, den der HERR macht; lasst uns freuen und fröhlich an ihm sein.“ Psalm 118

Amen

 

 

„Sie hatte die Nummer gar nicht wählen wollen. Sie wollte ihre Schwester anrufen, um noch einmal eine Verabredung für den Abend zu treffen. Nach dem Tode der Mutter gab es noch einiges zu regeln.

Instinktiv hatte ihre Hand die Nummer der Mutter gewählt. Entsetzt wollte sie auflegen, als sie sich dessen bewusst wurde. Voller Angst, das schreckliche endgültige „Kein Anschluss unter dieser Nummer“ hören zu müssen. Doch ihre Hand war wie gelähmt. Tränen stiegen ihr in die Augen.

Sie war unfähig sich zu rühren. Und dann geschah etwas Seltsames. Sie hörte eine freundliche Stimme sagen: „Diese Verbindung ist vorübergehend unterbrochen.“ Langsam hängte sie den Hörer ein.

Nur vorübergehend dachte sie. Eine amtliche Stimme hatte es gesagt. Irgendwann wird diese Verbindung wiederhergestellt werden, zu einem Zeitpunkt, den Gott bestimmt.“

Willi Hoffsümmer „Kurzgeschichten“, Band fünf

 

 

„Jesus Christus, du Überwinder des Todes.

Unsere Fragen und Zweifel sind dir nicht lästig.

Du weißt uns nicht zurück mit dem, was uns bedrängt

und was uns das Glauben oft so schwer macht.

Wir bitten dich:

Öffne uns die Augen für deine Gegenwart, so dass wir staunend deine Herrlichkeit preisen.

Amen“

Aus „Begleite meinen Weg“

 

 

 

Andacht vom 02.04.2020

Herr, wohin sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens; und wir haben geglaubt und erkannt: Du bist der Heilige Gottes. Johannes 6, 68+69

Liebe Gemeindemitglieder,

wir leben im Ausnahmezustand bei uns in Langenhagen, in unserem Land und auf der ganzen Welt: Was trägt uns Christinnen und Christen in dieser Zeit? Bei mir sind es Gebete, das Vaterunser, Lieder und Bibelverse. Beim Blättern in der Bibel habe ich ganz selbstverständlich die Seite mit dem Lesebändchen aufgeschlagen: Herr, wohin sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens; und wir haben geglaubt und erkannt: Du bist der Heilige Gottes. Es ist mein Konfirmationsspruch, der mein Leben schon lange begleitet.

Gründonnerstag, Karfreitag und dann ist endlich Ostern: Jesus Christus hat mit seinen Jüngern das Abendmahl gefeiert, Gott hat Jesus am Kreuz nicht verlassen, und Jesus ist in einer neuen Lebendigkeit von seinen Jüngern gesehen worden.  In diesen Tagen werden wir unseren Ausnahmezustand noch einmal besonders spüren. Unsere Matthias-Claudius-Kirche ist verschlossen. Kein Gottesdienst, kein Abendmahl und am Sonntag erklingt nicht „Der Herr ist auferstanden. Er ist wahrhaftig auferstanden.“ in der Kirche. Wir werden in unseren Familien dies Fest der Auferstehung feiern. Ich lade Sie ein in diesen Tagen um 10.00 Uhr das Vaterunser zu beten, so wird es ein gemeinsames Gebet in dieser schweren Zeit.

„Herr, wohin sollen wir gehen?“ So antwortet Simon Petrus auf die Frage von Jesus, ob der enge Kreis der 12 Jünger ihn auch verlassen will. Doch sie bleiben bei Jesus und folgen ihm nach. Und Simon Petrus bekennt weiter: „Du hast Worte des ewigen Lebens.“ Uns ist das ewige Leben, eine neue Lebendigkeit versprochen. Das heißt für mich, dass mit dem Tod nicht alles vorbei ist, auch wenn ich nicht weiß, wie das ist und was ich mir darunter vorzustellen habe. Ich glaube, dass der Weg Gottes mit uns Menschen weiter geht und nicht am Grab endet. Immer wieder wird uns in der Bibel das ewige Leben zugesagt. Diese Hoffnung verbinde ich mit dem Osterfest.

„Und wir haben geglaubt und erkannt: Du bist der Heilige Gottes.“ Simon Petrus glaubt an Jesus Christus. Er weiß, dies ist der Messias, der Sohn Gottes. In der Lutherübersetzung steht der etwas altertümlich Begriff „der Heilige Gottes“. Und in der Guten Nachricht steht: „Wir glauben und wissen, dass du der bist, in dem Gott uns begegnet.“ Heute begegnen wir Gott durch Jesus Christus in den Bibelversen des Neuen Testamentes. Und dass ist gut so! Wir sind allein oder mit unseren Familien in unseren Wohnungen und als Christinnen und Christen miteinander verbunden durch das Gebet, das Vaterunser, unsere Lieder und die Bibelverse.

Und schließen möchte ich mit einem Gebet, dass ich im Buch mit dem Titel „Begleite meinen Weg“ gefunden habe.

Danke, Gott, dass der Tod nicht das letzte ist. Danke, dass unser Leben durch die Auferstehung Christi ein Ziel hat. Danke, dass du uns auf dem Weg zu diesem Ziel begleitest und uns ganz nahe bist.

Seien Sie behütet in diesen Wochen und möge der Segen unseres Gottes Sie begleiten.

Amen